Zwei Ermittler. Ein legendäres Hotelzimmer. Ein Todesfall, der bis heute Fragen aufwirft.
Albert Lasker und Ida Patzeck beziehen Zimmer 317 im Hotel Beau Rivage in Genf, den Ort, an dem der ehemalige Ministerpräsident Uwe Barschel 1987 unter bis heute ungeklärten Umständen starb.
Was als nüchterne Recherche beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Labyrinth aus Verschwörungstheorien, Medieninszenierungen und politischen Interessen. Doch je näher die beiden der Wahrheit kommen, desto deutlicher wird: Sie stehen am Ende einer Sackgasse. Dann taucht ein unerwarteter Besucher auf. Weiß er mehr oder beginnt hier ein perfides Katz-und-Maus-Spiel?
Ein Mann, der einen Raum verändert, sobald er ihn betritt. Charismatisch, unkonventionell, überzeugt, jede Wahrheit entdecken zu können und bereit, dafür jede Grenze des allgemein Anerkannten zu überschreiten.
Ruhe, Sachlichkeit und Erdung geben Laskers überbordender Persönlichkeit Halt. Der unverzichtbare Fels in der Brandung und die Stimme der Vernunft, wenn er zu schnellen Schlüssen neigt.
Hochintelligent, ehrgeizig, eiskalt. Geformt durch Entwurzelung, Disziplin und Krieg. Ein Stratege aus der Dunkelheit, der in Grauzonen operiert und niemandem gehört.
Drei Rollen, ein Bühnenbild (Hotelzimmer 317) - schlank produzierbar, ohne Abstriche bei der Wirkung.
Der Fall Barschel (1987, Genf) ist bis heute ungeklärt und im kollektiven Gedächtnis verankert - Wiedererkennungswert trifft auf Spannungsstoff.
Das Stück endet mit einer direkten Publikumsansprache - ein Schluss, der das Publikum nicht als Zuschauer, sondern als Mitwisser entlässt.
Kriminalplot, Politthriller und Gesellschaftskritik - unterhaltsam und diskussionswürdig zugleich.
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